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Webseite

Finden Sie alle Informationen zur Ökumenischen Kampagne auf der Webseite www.sehen-und-handeln.ch »

Wichtige Daten

Kampagnenzeit: 

Aschermittwoch, 10. Februar bis Ostersonntag, 27. März 2016

Brot- und Teeaktion: 
während der ganzen Kampagnenzeit

Rosenverkauf: 
Samstag, 5. März 2016

Tagung für Leitende von Fastengruppen:
Samstag, 7. November 2015
Hotel Bildungszentrum 21, Basel

Programm und Anmeldung »

Alles über die Fastengruppen »

Erste Informationen und Materialien werden ab August auf der Webseite www.sehen-und-handeln.ch zur Verfügung gestellt. 

Ökumenische Kampagne 2016

Menschenwürde und Menschenrechte gelten für alle – überall

Die Welt rückt zusammen. Die Wirtschaft arbeitet immer globaler. Doch das Recht bleibt hinter dieser Entwicklung zurück. Genau das nehmen Brot für alle, Fastenopfer zusammen mit Partner sein in der Ökumenischen Kampagne 2016 unter die Lupe. Globale Tätigkeiten bedingen auch globale Verantwortung. Oft werden Menschenrechte durch transnationale Konzerne verletzt. Unsere Partner im Süden stellen das immer wieder fest und Analysen zur Kampagne 2016 belegen es erneut. Es braucht darum auch bei uns verbindliche Regeln zu sorgfältigem und verantwortungsbewusstem Wirtschaften. Eine gesetzlich verankerte Sorgfaltspflicht stellt sicher, dass Konzerne ihre Verantwortung wahrnehmen. 

Die Würde der Menschen geht vor

Der Mensch ist ein Abbild Gottes. Darum setzen sich die kirchlichen Werke besonders für die Menschenrechte ein. Sie erfüllen damit einen Teil des Auftrages der Kirche. Sie können sich angesichts von Menschenrechtsverletzungen gar nicht davonstehlen, ohne das Evangelium zu verraten. Ebenso häufig fehlt beim Wirtschaften der sorgfältige Umgang mit natürlichen Grundlagen des Lebens. Beim Abbau von Rohstoffen zum Beispiel werden Umweltstandards verletzt. Die Betroffenen leiden unter verschmutztem Wasser oder vergifteten Böden. Ihr Menschenrecht auf Nahrung wird beeinträchtigt. Im Schöpfungsbericht überträgt Gott seine Erde den Menschen zur Verwaltung, daraus entsteht Verantwortung. 

«Sehen – Urteilen – Handeln» heisst der befreiungstheologische Dreischritt. So geht auch die Ökumenische Kampagne 2016 vor und nimmt transnationale Unternehmen unter die Lupe. Genauer, die länderübergreifenden Geschäftspraktiken grosser Firmen. Massstäbe sind die Menschenrechte und die christlich-ethischen Grundsätze. Jeder einzelne Mensch hat seine von Gott gegebene und unveräusserliche Würde. Menschenrechte gelten für alle und überall. Sie sind ein globaler Wert und nicht verhandelbar. Doch immer wieder sehen wir: Wirtschaftliche Überlegungen und Gewinnstreben werden vorangestellt, die Verletzung von Menschenrechte wird in Kauf genommen. Das zeigt auch eine neue Analyse für die Ökumenische Kampagne 2016. Beleuchtet wird das Goldgeschäft über Schweizer Firmen. 

Verantwortung tragen – Gerechtigkeit stärken 

«Verantwortung tragen – Gerechtigkeit stärken» steht über der Ökumenischen Kampagne 2016. Aus Sorge um die Menschenrechte und die Bewahrung der Schöpfung starteten Brot für alle und Fastenopfer vor kurzem mit vielen weiteren Akteuren die Konzernverantwortungsinitiative. Diese fordert eine gesetzlich verankerte Sorgfaltspflicht von transnationalen Unternehmen. Vorausschauend, eben mit Sorgfalt, sollen sie bei der Planung und Umsetzung ihrer Tätigkeiten dafür sorgen, dass keine Menschenrechte verletzt werden. Das gleiche gilt für die international anerkannten Mindeststandards zum Schutz der Umwelt. Diese Sorgfaltspflicht soll wie beispielsweise die sorgfältige Buchführung im Gesetz festgeschrieben werden. Nur so müssen sich alle Firmen daran halten. 

Verbindliche Regeln vermeiden auch ungerechte Wettbewerbsvorteile für „schwarze Schafe“ unter den Unternehmen. Wer bewusst oder fahrlässig Menschenrechte verletzt, soll nicht noch wirtschaftlichen Profit davon haben. Auch für die Schweiz als Wirtschaftsstandort ist eine klare Vorgabe für alle transnational tätigen Unternehmen von Vorteil. So verbindet die Initiative wirtschaftliche Freiheit mit der dazugehörigen Verantwortung. Das politische Engagement entspricht dem Motto der Ökumenischen Kampagne 2016: «Verantwortung tragen – Gerechtigkeit stärken». 

Sorgfaltspflicht verbindlich im Gesetz verankern 

Aus ethischer, theologischer und entwicklungspolitischer Sicht unterstützen Fastenopfer und Brot für alle darum die Konzernverantwortungsinitiative. Und wir handeln, so wie der Slogan «Sehen und handeln» vorgibt: Kirchgemeinden und Pfarreien sammeln an ihren vielen Aktionen während der Ökumenischen Kampagne 2016 Unterschriften für die Konzernverantwortungsinitiative.