Liebe Freundinnen und Freunde
Im Juni 1961 wurde von der Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds eine mehrjährige Aktion „Brot für Brüder“ beschlossen. Bereits im Herbst fanden zahlreiche Aktivitäten im ganzen Land statt: Schulkinder verkauften Brötchen, Gemeinden verteilten das Material der Aktion in alle Haushaltungen. Das Engagement von unzähligen Freiwilligen wurde früh zum Erfolgsgeheimnis der ökumenischen Kampagne, die Brot für alle seit 1969 zusammen mit dem katholischen Fastenopfer (und seit 1993 auch mit dem christkatholischen Partner sein) in der Passionszeit durchführt.
Unser Markenzeichen ist seit Beginn die entwicklungspolitische Informationsarbeit. Sie macht auf die Ursachen von Armut und Unrecht aufmerksam. Denn wer Bescheid weiss, kann eingreifen. Immer wieder ist das gelungen. Bahnbrechend war zum Beispiel die Kampagne zur Schuldenstreichung zur 700-Jahrfeier der Schweiz. Auch konnten erfolgreiche Fair Handels-Organisationen wie Max Havelaar lanciert werden.
Im Jubiläumsjahr wollen wir das Erreichte dankbar in Erinnerung rufen. Aber auch den Blick auf die Zukunft richten: einerseits wollen wir die Zusammenarbeit im Netzwerk unserer Schweizer Partnerorganisationen ausbauen, andererseits den Wissensaustausch mit Südpartnern intensivieren. Erreichen wollen wir damit, dass benachteiligte Menschen handlungs- und widerstandsfähiger werden im Blick auf Klimaveränderungen und wirtschaftliche Herausforderungen.
Ich lade Sie herzlich ein, mit uns zurückzuschauen, zu feiern und zukunftsweisende Wege gerechter Entwicklung zu suchen.
Pfarrer Dr. Beat Dietschy, Zentralsekretär