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GRAIN: Lokal verwurzelt, global anerkannt

GRAIN entstand 1990 aus der europäischen Saatgut-Kampagne. Inzwischen ist die kleine Organisation dank der einzigartigen Kombination von lokaler Zusammenarbeit und internationaler Analyse zu einer Referenz für Fragen rund um die Nahrungssouveränität und im Kampf gegen die zunehmende Macht von Agrarindustrie und Landspekulanten geworden. Für Ihre Arbeit hat GRAIN am 5. Dezember 2011 den Alternativen Nobelpreis erhalten.

Über Jahrhunderte konnten sich die lokalen Gemeinschaften dank den angepassten Getreide- und Tierarten ernähren. Angesichts der zunehmenden Agrar- und Lebensmittelindustrie schwindet die Artenvielfalt drastisch und gefährdet die Ernährungssicherheit massiv. GRAIN gehörte zu den ersten Organisationen, die dieser Entwicklung kritisch gegenüberstand.

Für eine lokale biologische Landwirtschaft

Inzwischen befasst sich GRAIN mit sämtlichen Fragen rund um die Nahrungssicherung und den Schutz lokaler Gemeinschaften. Im Zentrum steht der Kampf für eine nachhaltige, biologische und lokale Landwirtschaft und gegen die rasante Ausbreitung der Landwirtschafts- und Lebensmittelindustrie durch Grosskonzerne und den Finanzsektor.

Heute gehören zu GRAIN acht engagierte Personen in sieben Ländern. Sie arbeiten eng mit den lokalen Gemeinschaften zusammen und tragen ihre Erfahrungen in fundierten Analysen und auf eigens dafür errichteten Websites auf die internationale Ebene, wo sie bei sozialen Bewegungen aber auch bei Politiker und der Öffentlichkeit Gehör finden. Indem sie Organisationen und sozialen Bewegungen mit verschiedensten Hintergründen zu Themen der Ernährungssicherung vernetzt, gelingt es GRAIN immer wieder, der Stimme der Zivilgesellschaft international und national Gehör zu verschaffen.

Pionierarbeit gegen Land Grabbing

Durch die nahe Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften gehört GRAIN immer wieder zu den ersten Organisationen, die neue globale Trends erkennen und darauf reagieren können. So hat GRAIN den weltweiten Wettlauf um Land als erste Organisation systematisch dokumentiert und an die Öffentlichkeit gebracht. Im Oktober 2008 publizierte GRAIN einen Bericht, der den Begriff „Land Grabbing“ prägte und dieses Phänomen anhand von über 100 Fällen dokumentierte. Seit der Veröffentlichung arbeitet GRAIN mit sozialen Bewegungen darauf hin, diese Form der Landnahme zu stoppen.

Auch seine analytische Arbeit führt GRAIN fort. Im Bericht „Die neuen Farmbesitzer“ hat GRAIN 120 Investitionsstrukturen aufgeführt, über die „Land Grabbing“ geschieht. Mit  www.farmlandgrab.org hat GRAIN eine Online-Plattform für Informationen und Analysen zum Thema ins Leben gerufen, die mit über 1000 Besuchen täglich zu einer Referenz für Medien, soziale Bewegungen und für den privaten Sektor geworden ist.

GRAIN wird von Brot für alle seit 2007 unterstützt und die beiden Organisationen pflegen einen regelmässigen Austausch. GRAINs Informationen und Sensibilisierungsarbeiten werden immer stärker mit den Südpartnern von Brot für alle und den schweizerischen Partnerorganisationen vernetzt. www.grain.org

Brot für alle empfiehlt GRAIN aus dem Südprogramm "Recht auf Nahrung"  (Projekt-Nr. 835.8026)  zu unterstützen.

Spendenkonto: 30-763778-3. Spenden »

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Anfragen
Dorothea Loosli-Amstutz, Projektdienst, 031 380 65 62  / E-Mail