Die Anlagestiftung Ethos schliesst Glencore aus ihrem Portfolio aus

Aufgrund der Studie von Brot für alle, welche Menschenrechtsverletzungen und Steuerflucht des Zuger Rohstoffkonzerns Glencore aufzeigt, streicht Ethos das Unternehmen aus ihrem Anlagespektrum.

Mine in Katanga, DR Kongo, © Thierry Michel

Im Mai 2011 platzierte der weltweit grösste Rohstoffkonzern Glencore mit Sitz in Zug 20 Prozent seines Aktienkapitals bei Drittanlegern. Damit lösten die bisherigen Besitzer der Gesellschaft, die an den Börsen von London und Hongkong kotiert ist, rund 10 Milliarden US-Dollar. Für Investoren, die Wert legen auf ethische Aspekte, stellt sich in diesem Moment die Frage, ob sie Glencore-Aktien in ihr Portfolio aufnehmen wollen oder nicht.

Ende Juli hat die Anlagestiftung Ethos mit Sitz in Genf beschlossen, Glencore nicht in ihr Anlagespektrum aufzunehmen uns aus sämtlichen Fonds auszuschliessen. Ethos begründet diesen Entscheid insbesondere mit den Menschenrechtsverletzungen, welche Glencore und ihre Tochterfirma Katanga Mining in der Demokratischen Republik Kongo begangen haben. Der Entscheid von Ethos fiel, nachdem  Brot für alle eine umfassende Studie zu den Tätigkeiten von Glencore veröffentlicht hatte, welche u.a. Raubbau und Steuerflucht, miserable Arbeitsbedingungen, schwerwiegende Folgen für die lokalen Anwohner/innen und Umweltverschmutzungen aufzeigte. Die Studie wurde anlässlich der ökumenischen Kampagne "Bodenschätze und Menschenrechte" von Brot für alle und Fastenopfer lin Auftrag gegeben.

„Wir begrüssen den Entscheid von Ethos, Glencore aus ihrem Portfolio zu streichen“, sagt Chantal Peyer, Verantwortliche für den Bereich Unternehmen und Menschenrechte bei Brot für alle und Verfasserin der Studie. „Wir hoffen, dass der Schritt von Ethos dazu beiträgt, dass auch andere Investoren ihre Anlagestrategien in Bezug auf Glencore überdenken“.

Weitere Informationen auf:
http://www.ethosfund.ch/d/news-publikationen/ethos-quarterly-artikel.asp?code=113


30.08.11





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