Outdoor-Unternehmen mit hohem Sozialstandard
Die Überzeugungsarbeit der Erklärung von Bern (EvB) und der Clean Clothes Campaign (CCC) - die auch von Brot für alle getragen wird - zeigt Wirkung: Die Outdoor-Markenfirma Jack Wolfskin und der Outdoor-Händler Transa sind Anfang Juli der Fair Wear Foundation beigetreten und verpflichten sich damit dem weitest gehenden Sozialstandard der Textilbranche.

Vor knapp einem Jahr haben EvB und CCC, der auch Brot für alle angehört, die erste Firmenbewertung von Outdoor-Spezialisten durchgeführt. Dabei wurden 16 international tätige Firmen sowie 13 KMU unter die Lupe genommen. Rund die Hälfte der grossen Outdoor-Produzenten sei damals nicht bereit gewesen, Auskunft zu ihrem sozialen Engagement zu geben.
Umso erfreulicher ist der am 1. Juli vollzogene Beitritt des deutschen Outdoor-Konzerns Jack Wolfskin zur Fair Wear Foundation (FWF). Nach Mammut und Odlo verpflichte sich damit bereits ein dritter grosser Outdoor-Player zur Einhaltung umfassender Sozialstandards in seiner Konfektionierung. Mit Transa habe zum selben Zeitpunkt auch der grösste Schweizer Outdoor-Detailhändler nachgezogen.
Das fordert der Verhaltenscodex
FWF-Mitglieder unterschreiben einen verbindlichen Verhaltenskodex, der eine der CCC-Kernforderungen beinhaltet: die Bezahlung eines existenzsichernden Lohns für alle Arbeiter/innen in den Produktionsstätten.
Zudem werden die Bemühungen der Mitgliedsfirmen von unabhängiger Seite verifiziert. Dazu gehört nebst Stichproben in den Fabriken vor Ort auch ein jährliches Managementsystem-Audit, bei dem untersucht wird, inwiefern sich interne Abläufe der Einkaufs- und Geschäftspolitik auf die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken auswirken.
Drittes Element der Verifizierung ist ein Beschwerde-Mechanismus für ungerecht behandelte Arbeiterinnen. Dank diesem Dreischritt ist die FWF-Mitgliedschaft laut Medienmitteilung heute der umfassendste Sozialstandard in der Bekleidungsindustrie. www.fairwear.org
22.07.10
Zurück
|