Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Im Jahr 2008 haben Investoren und Spekulanten im Zuge der Finanzkrise damit begonnen, in grossem Masse Land an sich zu reissen. Inzwischen hat das so genannte „Land Grabbing“ in vielen Ländern besorgniserregende Ausmasse angenommen. Bereits haben einzelne Länder mehr als ein Drittel ihres fruchtbaren Bodens verpachtet oder verkauft.

Auf der anderen Seite wächst der Widerstand der Zivilgesellschaft. Eine zentrale Rolle dabei spielt GRAIN, eine Partnerorganisation von Brot für alle. Für ihr Engagement zum Erhalt der lokalen Nahrungssicherheit und gegen den fortschreitenden Aufkauf von Land wurde die Organisation am 5. Dezember mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Wir gratulieren GRAIN herzlich und hoffen, dass Land Grabbing damit für noch mehr Leute zu einem Thema wird.

Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Start ins neue Jahr!

Im Fokus: Land Grabbing

«Letztendlich geht es darum, wer uns ernähren soll – die Bauern oder die Banken»

GRAIN, Partnerorganisation von Brot für alle, ist eine der führenden Stimmen im Kampf gegen Land Grabbing. Am 5. Dezember wurde die Organisation mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Ein Interview mit  Henk Hobbelink, Co-Gründer von GRAIN, zur fortschreitenden Privatisierung von öffentlichen Gütern, zur Macht der Banken und zur Wichtigkeit einer Nahrungsmittelproduktion, die wieder näher zum Menschen rückt. Mehr »

Neue Addax-Studie zeigt problematische Investitionen auf

Das Genfer Unternehmen Addax Bioenergy verkauft seine Bioethanol-Plantagen in Sierra Leone gegenüber Investoren als nachhaltiges Projekt. Eine neue Studie von Brot für alle zeigt, dass es punkto Nachhaltigkeit grosse Vorbehalte gibt: Umfassende Steuererleichterungen, der Verbrauch riesiger Wassermengen während der Trockenzeit und fragliche Absprachen mit lokalen Autoritäten werfen Schatten auf das Vorhaben. Mehr »

Land Grabbing stoppen - aber wie ?

In immer mehr Ländern wächst der Widerstand der Zivilgesellschaft gegen das fortschreitende Land Grabbing. Zusammen mit seinen Partnern in Benin organisiert Brot für alle im Februar einen Vernetzungs- und Austauschworkshop. Auch auf internationaler Ebene wurde das Problem erkannt: Richtlinien sollen Staaten und Investoren in die Pflicht nehmen. Mehr »

Projektfenster

GRAIN: Lokal verwurzelt, global anerkannt

GRAIN entstand 1990 aus der europäischen Saatgut-Kampagne. Inzwischen ist die kleine Organisation dank der einzigartigen Kombination von lokaler Zusammenarbeit und internationaler Analyse zu einer Referenz für Fragen rund um die Nahrungssouveränität und im Kampf gegen die zunehmende Macht von Agrarindustrie und Landspekulanten geworden. GRAIN arbeitet seit Jahren mit Brot für alle zusammen. Mehr »

Drei Fragen an ...

Jeanne Pestalozzi-Racine, neue Stiftungsratspräsidentin von Brot für alle

Ab 2012 präsidiert Jeanne Pestalozzi-Racine den Stiftungsrat von Brot für alle. Im Zentrum stehen für sie die Menschen und ein Leben in Würde. Eine grosse Chance für Brot für alle sei die Zusammenarbeit mit den Kirchen und der Zivilgesellschaft im Norden wie im Süden. Mehr »

Klimaverhandlungen in Durban

Durchbruch oder Misserfolg?

„Der Klima-Kompromiss“ – „historische Neuordnung“ – „ein Erfolg“: so tönte es in den Medien nach der Klimakonferenz von Durban. Doch ist es wirklich ein Erfolg, was die Minister beschlossen haben? Ein Kommentar zum Ergebnis der Uno-Klimakonferenz in Durban von Evelyn Kamber, Klimaverantwortliche bei Brot für alle. Mehr »

25 Jahre Recht auf Entwicklung

Das Ende des westlichen Entwicklungswegs

Am 2. Dezember haben Brot für alle und Fastenopfer in Genf zur öffentlichen Tagung zu „25 Jahre Recht auf Entwicklung“ eingeladen. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums sei auch für die beiden kirchlichen Organisationen der Moment gekommen, innezuhalten und eine Standortbestimmung vorzunehmen, erklärte Beat Dietschy, Generalsekretär von Brot für alle. Mehr »